15. November 2015
Ihre Kriege, unsere Toten
Zu den terroristischen Anschlägen in Paris vom 13. November 2015 erklärt die Sozialistische Linke:

Die furchtbaren Anschläge in Paris haben uns tief erschüttert. Wir trauern um die Toten und stehen an der Seite der Angehörigen. Unser Mitgefühl ist unteilbar: Es gilt allen Menschen gleichermaßen, die bei den Attentaten in Paris, in Bagdad oder in Beirut unschuldig ums Leben gekommen sind.

Es hat nicht lange gedauert und die Anschläge wurden für Hetze gegen Geflüchtete instrumentalisiert, weil einige der Attentäter über die Fluchtrouten nach Europa gekommen seien. Aber Terror gibt es auch ohne Fluchtrouten. Nur ein Entkommen vor dem Terror in Syrien und vielen anderen Ländern gibt es für Flüchtende ohne Fluchtrouten nicht.

Es sind die Kriege im Nahen und Mittleren Osten, der Terror und die Bombadierungen in Syrien, die täglich Tausende Menschen zur Flucht vor der Gewalt zwingen und Millionen Menschen vertrieben haben. Es sind die Droheneinsätze, die unsere Welt jeden Tag nicht sicherer, sondern gefährlicher machen. Entschieden stellen wir uns daher gegen alle Versuche, die Opfer jetzt für noch mehr Krieg zu instrumentalisieren oder für eine weitere Abschottung vor Asylsuchenden zu werben.

Wir stehen an der Seite alle jener, die jetzt unter Generalverdacht gestellt und von den europäischen Grenzen ferngehalten oder in unsichere Staaten abgeschoben werden sollen. Als Linke sind uns alle flüchtenden Menschen willkommen, gerade weil diese Gräueltaten, wie wir sie gerade in Paris erlebt haben, in ihrer Heimat mitunter alltäglich sind und sie davor bei uns Schutz suchen.

Wir rufen daher dazu auf, aus der Trauer und Wut über die Ereignisse heraus ein noch stärkeres Zeichen der Solidarität mit Geflüchteten zu setzen. Für eine gelebte Willkommenskultur!

 

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