Sozialistische Linke :: realistisch und radikal
03. Juni 2015

Die Arbeit der Zukunft

Für eine emanzipatorische Klassenpolitik
Bernd Riexinger

Der Beschäftigungsstand in Deutschland war noch nie so hoch, rühmt sich die Bundesregierung ihrer Wirtschafts-  und Arbeitsmarktpolitik. Tatsächlich: Mit 43 Millionen Beschäftigungsverhältnissen sind so viele Menschen in Lohnarbeit wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik, ein "Ende der Arbeit" ist nicht in Sicht. Gleichzeitig ist das Arbeitsvolumen zwischen 1994 und 2014 nahezu gleich geblieben. 2014 gab es ungefähr genauso viel Erwerbsarbeit wie vor 20 Jahren. Der Anteil der Beschäftigten, die in sozialversicherungspflichtiger Vollzeit arbeiten, ist aber in dieser Zeit um fast zehn Prozent auf 67,5 Prozent gesunken, wie eine kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag ergab. Prekarisierung, Entgrenzung und zunehmende Spaltungen (hinsichtlich Einkommen, Regulierung über Tarifverträge, Beschäftigungssicherheit, Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen) prägen die Entwicklung der Lohnarbeit.

Eine neue Regulierung der Arbeit kann dabei kein einfaches Zurück zum alten "Normalarbeitsverhältnis" sein. Dieses war Teil der gesellschaftlichen Kräftekonstellation im "goldenen Zeitlater" des Nachkriegskapitalismus mit stärker national organisierten und regulierten Produktionsmodellen, stabilen Wachstumsraten und der Koppelung von Produktivitäts- und Lohnentwicklung, von Massenkaufkraft und Konsum.

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Der Text ist im neuen Debattenheft der Sozialistischen LINKEN "realistisch und radikal" mit dem Themenschwerpunkt "(Re-)produktion der Zukunft - Arbeit der Zukunft - Soziale Kämpfe der Gegenwart" abgedruckt, das am 6. Juni herauskommt.
 

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