27. Februar 2015

Strategie- und Zukunftsdebatte führen

Auf der Mitgliederversammlung im Januar 2015 beschloss die Sozialistische Linke, eine Strategiedebatte zu führen. Nach fünf regionalen Veranstaltungen in der ersten Jahreshälfte wurde die Debatte auf der Sommerakademie und der SL-Mitgliederversammlung vom 26.06. - 28.06.2105 in Bielefeld weitergeführt und bilanziert. Wir dokumentieren hier die dazu vorliegenden Papiere, Stellungnahmen und Beschlüsse. Weitere Beiträge sind herzlich willkommen. 

1. Thesen und Materialien zur Debatte vor der Sommerakademie


2. Debattenhefte zu den Themen der Strategiedebatte

Das Debattenheft "Die Welt steht auf dem Kopf" aus der Reihe "Realistisch und Radikal" widmet sich vor allem den Aspekten Weltordnung, Imperialismus, den USA, BRICS-Staaten (vor allem China, Rußland) und Gegenbewegungen. Darin schreiben u.a. Peter Wahl, Ingar Solty, Anette Sawatzki, Wolfgang Gehrcke und Boris Kagarlitzky.

Im Debattenheft zu "(Re)Produktion der Zukunft" schreiben Bernd Riexinger, Sarah Diehl, Anja Mayer, Jutta Krellmann u.a. Möglichkeiten von Arbeit und Demokratie, von Kämpfen um gute Arbeit, Arbeitszeitverkürzung und Geschlechtergerechtigkeit unter veränderten Bedingungen.


3. Beschlüsse zur Debatte von der Mitgliederversammlung bei der Sommerakademie


4. Beiträge seit der Sommerakademie
 
14. Juli 2015

Griechenland: Ein Staatsstreich aus Berlin

Eine Pressemitteilung von Fabio De Masi und Cornelia Ernst

13.07.2015
Die Europaabgeordneten der Partei DIE LINKE Cornelia Ernst (Leiterin der Delegation der Linken im Europäischen Parlament) sowie Fabio De Masi (Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments) erklären zum Ergebnis des Euro-Gipfel:
 
"Die Verhandlungen zu Griechenland wurden mit der Waffe eines unkontrollierten Grexits geführt. Dabei geht es weder um die Stabilität der Euro-Zone noch um die Interessen der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, sondern um einen Putsch des deutschen Europas gegen eine linke Regierung und die Demokratie.
 
20. Juni 2015

Ergebnisse der SL-Mitgliederversammlung Juni 2015

Als Abschluss der diesjährigen Sommerakademie mit der Sozialistischen Linken fand wie in den vorherigen Jahren auch, am Sonntag den 28.06.2015 im Bunten Haus in Bielefeld-Sennestadt unsere Mitgliederversammlung statt.

Dort wurden folgende Beschlüsse verabschiedet:

 
18. Mai 2015

Sommerakademie der SL 2015


Liebe Genossinnen und Genossen,

Sommer, Sonne, Sozialismus! Auf unserer alljährlichen SL-Sommerakademie gibt es noch freie Plätze. Vom 26. - 28. Juni diskutieren wir in Bielefeld über Geostrategie, prekäre Beschäftigung heute, AfD und Pegida, TTIP, Krisenentwicklung und Parteienentwicklung. Unter anderem mit Katja Kipping, Juliane Pfeiffer, Heike Boldt, Sofia Leonidakis, Ingar Solty, Fabio De Masi, Bernd Riexinger, Andrej Hunko, Wolfgang Gehrcke, Andreas Fisahn und vielen anderen mehr. Meldet euch schnell an!
Anmeldung hier:


 
08. Juni 2015

Das muss drin sein

Die Kampagne der Partei



Für die SL haben Janis Ehling und Ben Stotz die folgenden Thesen zur Kampagne erarbeitet. Thesen

Auf dem Bundesparteitag in Bielefeld wurde die Kampagne diskutiert. Der folgende Beschluß ist Ergebnis der Diskussion. Beschluß
 
 
03. Juni 2015

Die Arbeit der Zukunft

Für eine emanzipatorische Klassenpolitik
Bernd Riexinger

Der Beschäftigungsstand in Deutschland war noch nie so hoch, rühmt sich die Bundesregierung ihrer Wirtschafts-  und Arbeitsmarktpolitik. Tatsächlich: Mit 43 Millionen Beschäftigungsverhältnissen sind so viele Menschen in Lohnarbeit wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik, ein "Ende der Arbeit" ist nicht in Sicht. Gleichzeitig ist das Arbeitsvolumen zwischen 1994 und 2014 nahezu gleich geblieben. 2014 gab es ungefähr genauso viel Erwerbsarbeit wie vor 20 Jahren. Der Anteil der Beschäftigten, die in sozialversicherungspflichtiger Vollzeit arbeiten, ist aber in dieser Zeit um fast zehn Prozent auf 67,5 Prozent gesunken, wie eine kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag ergab. Prekarisierung, Entgrenzung und zunehmende Spaltungen (hinsichtlich Einkommen, Regulierung über Tarifverträge, Beschäftigungssicherheit, Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen) prägen die Entwicklung der Lohnarbeit.

Eine neue Regulierung der Arbeit kann dabei kein einfaches Zurück zum alten "Normalarbeitsverhältnis" sein. Dieses war Teil der gesellschaftlichen Kräftekonstellation im "goldenen Zeitlater" des Nachkriegskapitalismus mit stärker national organisierten und regulierten Produktionsmodellen, stabilen Wachstumsraten und der Koppelung von Produktivitäts- und Lohnentwicklung, von Massenkaufkraft und Konsum.

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Der Text ist im neuen Debattenheft der Sozialistischen LINKEN "realistisch und radikal" mit dem Themenschwerpunkt "(Re-)produktion der Zukunft - Arbeit der Zukunft - Soziale Kämpfe der Gegenwart" abgedruckt, das am 6. Juni herauskommt.
 
29. März 2015

Buchempfehlungen

Bücher zum Weiterempfehlen
Die Autoren sind Mitglieder im BundessprecherInnenrat




 
11. Januar 2015

Pressemitteilung Mitgliederversammlung


Sozialistische Linke: Strategiediskussion und Unterstützung für Syriza

Auf ihrer Mitgliederversammlung am Samstag, in Berlin hat die "Sozialistische Linke" ihre Unterstützung für die griechische Syriza-Partei bekundet und die Kampgane der deutschen Regierung und Medien gegen sie verurteilt. Die gewerkschaftlich orientierte SL ist mit über 800 Mitgliedern eine der großen Strömungen in der Partei DIE LINKE, der Vorsitzende Bernd Riexinger ist ihr zuzurechnen. Als einzige innerparteiliche Strömung hatte sie zu den Aktionen des Friedenswinters 2014/2015 aufgerufen und dies am Wochenende bekräftigt. Die Mitgliederversamlung am 10.01.2015 war von über 50 Mitgliedern und etlichen Gästen gut besucht.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand eine Strategiedebatte auf der Grundlage mehrerer Anträge und Diskussionspapiere. Bernd riexinger und der marxistische Politikwissenschaftler Frank Deppe hielten Vorträge. Beschlossen wurde, die Strategie- und Zukunftsdiskussion auf mehrern Veranstaltungen und bei der Sozialistischen Sommerakademie am 26. - 28. Juni 2015 fortzusetzen. Außerdem sollen sich die SL-Mitglieder aktiv an der Linken Woche der Zukunft vom 23. - 26. April beteiligen. Abschließend wurde ein neuer 12-köpfiger BundessprecherInnenrat der Strömung gewählt.

Am Freitag Abend hatte die Sozialistische Linke bereits eine gut besuchte Diskussionsveranstaltung "Wie weiter für DIE LINKE" unter anderem mit dem Europa-Abgeordneten Fabio de Masi und der thüringischen Landesvorsitzenden Susanne Hennig-Wellsow durchgeführt. Diese erklärte, für sie sei die rot-rot-grüne Koalition unter dem ersten LINKE-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow eine gute Vorlage für die kommenden Landtagswahlen vor allem in Ostdeutschland, nicht für die Bundesebene. Auch SL-Bundessprecher Ralf Krämer hielt angesichts der zunehmend wirtschaftsfreundlichen und NATO-hörigen Aufstellung von SPD und Grünen Rot-Rot-Grün im Bund für unrealistisch.

Die diskutieren Texte und das Protokoll der Mitgliederversammlung mit den Namen der gewählten SprecherInnen finden sich auf http://www.sozialistische-linke.de/

Protokoll der Mitgliederversammlung

 
14. November 2014

Podiumsdiskussion und Bundesversammlung im Januar 2015

Die Sozialistische Linke (SL) lädt am Wochenende der traditionsreichen Luxemburg/Liebknecht-Demonstration 2015 ein zu zwei öffentlichen Veranstaltungen.

»WIE WEITER FÜR DIE LINKE?«
- am Freitag, 9. Januar diskutieren Fabio De Masi (MdEP), Susanne Wellsow-Hennig (Landesvorsitzende und MdL Thüringen), Ralf Krämer (SL-Bundessprecher), Isabelle Vandré (MdL Brandenburg), Kersten Artus (MdL Hamburg) im Berliner DGB-Haus zur Frage »WIE WEITER FÜR DIE LINKE?« (Moderation: Alban Werner), Beginn 18.30 Uhr. 

BUNDESVERSAMMLUNG MIT DISKUSSIONEN UND WAHLEN
- am Samstag, 10. Januar treffen sich ab 9 Uhr im Rosa Luxemburg-Saal des Karl Liebknecht-Hauses die Mitglieder Sozialistischen Linken zu ihrer Bundesversammlung, Interessierte sind gerne willkommen. Die SL begrüßt dazu den Parteivorsitzenden Bernd Riexinger. In der zweiten Hälfte der Versammlung wird der Marburger Politikwissenschaftler Prof. Frank Deppe referieren zur neuen Weltordnung und dem "neuen Realismus" der deutschen Außenpolitik. Bei dieser Gelegenheit wird die SL einen neuen BundessprecherInnenrat wählen. Der Facebook-Eintrag zur Versammlung ist HIER zu finden.

Bei der Mitgliederversammlung bieten wir eine Kinderbetreuung an. Wer Bedarf hat, melde ihn bitte bis spätestens 15.12.2014 unter Angabe von Alter und Anzahl des/der Kinder mit einer Nachricht an  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Material zur Mitgliederversammlung

Antrag der SL NRW: Realistisch, Radikal, Offen, Bündnisfähig. Die Sozialistische Linke als gestaltende, gewerkschaftlich orientierte Strömung

Strategie- und Zukunftsdiskussion führen - Antrag des BSR

Thesen zur Internationalen Politik - Wolfgang Gehrcke

Die Politischen Herausforderungen der nächsten Zeit - Heinz Hillebrand

Thesen zur gesellschaftlich-politischen Lage und den Aufgaben der LINKEN - Ralf Krämer

SL-Rechenschaftsbericht 2012-2014


Vorliegende Kandidaturen für den BSR (in alphabetischer Reihenfolge)

Kersten Artus (Hamburg)

Katharina Dahme (Berlin)

Sophie Dieckmann (Sachsen)

Janis Ehling (Hessen)

Stefanie Graf (Berlin)

Harri Grünberg (Berlin)

Heinz Hillebrand (Brandenburg)

Ralf Krämer (Berlin)

Norbert Müller (Brandenburg)

Juliane Pfeiffer (Brandenburg)

Elke Theisinger-Hinkel (Rheinland-Pfalz)

Alban Werner (Nordrhein-Westfalen)

 
20. Dezember 2014

Sachlich bleiben: Friedensbewegung stärken statt diffamieren, um Hegemonie kämpfen

Erklärung der Sozialistischen Linken

In der LINKEN gibt es eine heftige Auseinandersetzung um die Bewertung der Aktionen der Friedensbewegung im "Friedenswinter". Die Sozialistische Linke hat sich für die Beteiligung an den Aktionen ausgesprochen und der Zuspruch und der Verlauf der bisherigen Aktionen, die keinen rechten Charakter hatten, bestätigen unseres Erachtens diese Entscheidung. Wir können Skepsis gegenüber dem Friedenswinter nachvollziehen und nehmen vor allem begründete Vorbehalte gegenüber einzelnen Protagonisten sehr ernst. Von belegbar problematischen Äußerungen dieser Personen distanzieren wir uns, ohne uns deswegen aber vom Bündnis zum "Friedenswinter" als Ganzes abzugrenzen, in dem es in den letzten Monaten durchgehend Diskussionen gab, die eine klare Abgrenzung nach rechts zur Folge hatten - der aktuelle Aufruf zum Friendeswinter ist Zeugnis dafür.

Wir wünschen uns eine stärkere politisch-inhaltliche Auseinandersetzung, zudem mit unseren Partnern in der Friedensbewegung statt aus der Distanz über sie zu richten. Bei Aktionen, die von der Friedensbewegung insgesamt getragen werden und deren Aufrufe und RednerInnen eindeutig humanistische und mit denen der LINKEN weitgehend übereinstimmende friedenspolitische Positionen vertreten und die sich klar gegen rechts abgrenzen, erwarten wir, dass DIE LINKE diese aktiv unterstützt und dazu mobilisiert.

Was wir nicht nachvollziehen können und wollen ist jenseits sachlicher Kritik der regelrechte Hass, der Genossinnen, die den Friedenswinter unterstützen, in sozialen Netzwerken udn eMail-Verteilern entgegenschlägt. "Querfrontler" ist hierbei noch der harmloseste Vorwurf. Es hagelt persönliche Beleidigungen und es werden Bilderserien mit dem Konterfei von GenossInnen gepostet, die schnellstens aus der LINKEN zu entfernen seien. Das überschreitet jedes Maß.

Ähnliches gab es bereits im Zusammenhang mit dem Aufruf "Ihr sprecht nicht für uns". Auch hier bahnten sich am Rande wohl lange aufgestaute Aggressionen gegen GenossInnen Bahn. Dabei wurde - über die berechtigte Kritik an dem Vorfall hinaus - auch mit Unterstützung der "antideutschen" Szene (einer radikal pro-israelischen Strömung), deren Anhänger oft nicht Mitglieder der LINKEN sind, parteiinterne Stimmungsmache betrieben. Was wäre wohl umgekehrt der Fall, wenn es parteiinterne Kampagnen gäbe, bei denen Stefan Liebich wegen seiner Mitgliedschaft in der Atlantikbrücke Kriegstreiberei unterstellt würde, bei denen Petra Pau die Unterstützung von Angriffsplänen auf den Iran unterstellt würden, weil sie sich in der Stop The Bomb Initiative engagiert hat, bei denen Klaus Lederer auf Grund seiner israelfreundlichen Positionen unterstellt würde, Verständnis für Terror und Zerstörung in Gaza zu haben? Ja, auch daran gibt es Kritik, aber nicht in der Qualität von parteiinternen Kampagnen, wie wir sie gerade erleben.

So kommen wir nicht weiter. Das reale Problem, dass vor der gesamten Partei DIE LINKE steht, ist die Frage, wie wir mit den dramatischen Veränderungen im politischen Feld dieses Landes umgehen. Nicht nur außenpolitisch ist die Welt aus den Fugen. Auch innenpolitisch gibt es starke Verunsicherungen und Orientierungslosigkeit unter den Menschen. Diese Äußern sich in verschiedenen Formen. Die "Wurbürger", die unter anderem die Bewegung Stuttgart 21 getragen haben, sind keineswegs per se links sondern eher indifferent. In der neuen Friedensbewegung gibt es verständliche Empörung aber, wie in jeder jungen und umkämpften Bewegung, auch Esoterik und Verschwörungstheorien. Mehrheitlich sind diese Menschen aber eher links orientiert. Wenn Menschen sich für "weder links noch rechts" halten oder die Berechtigung dieser Kategorien bezweifeln, formuliert das doch umso mehr die Aufgabe, sie von der Richtigkeit einer linken Position zu überzeugen. Das gefährlichste Phänomen ist die Entwicklung einer "APO von rechts". Der Bundesrepublik droht ein Prozess, der bislang - auch aufgrund der Existenz der Partei DIE LINKE - lange aufgehalten werden konnte: Die Etablierung einer rechtspopulistischen Partei mit einem Stimmenpotential von 10-20% und die Entwicklung sozialer Bewegungen von rechts. Reflexhafte Einordnung und Behandlung der Demonstrierenden als Rechtspopulisten oder Nazis oder die Hoffnung, dass sich das Problem von selbst erledigt, helfen hier nicht weiter. Diese Entwicklungen sind in der sozialen und politischen Verunsicherung, Frustration, Gefühlen der Bedrohung in Verbindung mit der Krise der Repräsentation begründet, nicht in einer von jeher vorhandenen statischen politischen Disposition der Menschen. Sie sehen sich ovn den etablierten Parteien mit ihren Ängsten und Interessen nicht beachtet. Das gilt leider auch für die Partei DIE LINKE, die die Aufgabe hätte, ihnen eine solidarische, linke Orientierung und Vertretung zu bieten. Die Probleme der Menschen, die zu solchen Entwicklungen führen, müssen ernst genommen werden.

Lasst und gemeinsam diskutieren, wie wir die Kämpfe um Hegemonie führen können. Wo müssen wir uns engagieren und Diskussionen führen und wo müssen wir klare Kante zeigen? Patentlösungen sind bisher nicht bekannt, gegenseitige Beschimpfungen führen uns aber in jedem Fall nicht weiter.
 

realistisch und radikal 2017


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Quelle: www.vermoegensteuerjetzt.de

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