Debatte
23. Juni 2017

Was wir vom linken Populismus lernen können

Vier Vorschläge von Benjamin Opratko, was SozialistInnen hierzulande 

vom globalen Aufschwung des Linkspopulismus lernen können.

Jemanden „Populisten“, „Populistin“ zu nennen, heißt ihn oder sie zu schmähen: als Demagogin, Nationalistin oder Rassisten. Lange wurde die Bezeichnung in Europa auf die radikale Rechte gemünzt. Doch seit einigen Jahren dient sie auch der Desavouierung linker PolitikerInnen. CDU-Generalsekretär Tauber gilt die LINKE als „rote AfD“. Und in der europäischen Presse wurde die Wahl des Neoliberalen Emmanuel Macron zum französischen Präsidenten nicht selten als Absage an den „rechten“ wie den „linken“ Populismus gefeiert – als wären Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon bloß zwei Ausprägungen eines im Kern gleichen politischen Projekts.

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23. Juni 2017

Kommunalpolitik als Klassenpolitik

Ein Plädoyer für das Große im Kleinen von Elisabeth Kula.


Kommunalpolitik ist unsexy – da sind sich viele Linke einig. Gähnende Langeweile in Diskussionen über Parkbänke, Friedhofs-Gießkannen und Bauleitplanungen werden oft damit verbunden. Das aber ist zu kurz gedacht. Linke Kommunalpolitik lässt sich nämlich durchaus als Klassenpolitik verstehen. Die traditionelle Arbeiterklasse, auf die sich viele Theorie- und Strategiedebatten der gesellschaftlichen Linken bis in die 90er Jahre bezogen, hat sich aber als wahrgenommene Bezugsgröße heute so gut wie aufgelöst. Durch den neoliberalen Umbau der Gesellschaft differenzierte sich die Klasse der Arbeitenden immer weiter aus. Kollektive Zusammenhänge, wie die gewerkschaftliche Organisierung im Betrieb, eine gemeinsame Lebensweise – Wohnraumsituation, Freizeitgestaltung etc. – oder gemeinsame Weltbilder sowie Denk- und Wertmuster, spielen heute kaum noch eine Rolle.  Weiterlesen...

 
23. Juni 2017

Klassenkampf und Rassismus

Ceren Türkmen erklärt, warum Antirassismus und Klassenkampf 

durch den Linkspopulismus nicht zusammen gebracht werden.


Der Zulauf rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen wie auch das Buch „Rückkehr nach Reims“ von Didier Eribon haben eine kontroverse Diskussion über eine „fehlende Klassenanalyse“ der Linken entfacht. Dabei kursiert eine spezifische Interpretation Eribons in Gestalt eines „linkspopulistischen Echos“. Eribons Frage, wie das Übergehen von ehemaligen KP- und PS-Wähler*innen aus dem Arbeitermilieu zum Front National zu erklären ist, wird verkürzt realpolitisch angewandt. Fatal ist, dass in Zeiten der Suche nach einem erneuerten linken globalen Gesellschaftsprojekt gerade die (Selbst-)Kritik an Parteien und Gewerkschaften der Linken unverzichtbar wäre. 

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23. Juni 2017

Die Zumutungen der Klasse.

Vielfältige Identitäten und sozialistische Klassenpolitik


Alex Demirović begründet, warum Klassenauseinandersetzungen und 

die vielfältigen Emanzipationskämpfe verbunden werden müssen.

Der Erfolg autoritär-populistischer PolitikerInnen und ihrer Kritik an Globalisierung, an ArbeitslosigkeitundUnsicherheit haben zu einer neuen Aufmerksamkeit für die Klassenfrage geführt. Bestärkt wurde das durch Diskussionen über das Buch „Rückkehr nach Reims“ von Didier Eribon. In der Debatte wird der Eindruck erweckt, als habe die Linke in den vergangenen Jahren die soziale Frage aus den Augen verloren und sich nur noch für Anerkennungs- und „Identitätsfragen“ engagiert, also für Fragen der geschlechtlichen und sexuellen Emanzipation oder der Bekämpfung von Rassismus und Nationalismus. Mit einer solchen Argumentation geht dann die Einschätzung einher, es handele sich um die Lebensweise eines globalisierten und großstädtischen, gut gebildeten Kleinbürgertums, das für neue Kommunikations- und kulturelle Alltagspraktiken offen sei, lifestylegerecht teure Bioprodukte konsumiere – aufgrund des eigenen bürgerlichen Lebensstils jedoch unter einem Wahrnehmungsverlust hinsichtlich der Lebenslage vieler Menschen leide.

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12. Juni 2017

Realistisch und Radikal 2017


Die neue Ausgabe unseres Debattenheftes realistisch und radikal ist veröffentlicht. Diesmal über die Debatte um das heutige Gesicht der ArbeiterInnenklasse. 

Das Heft könnt ihr hier digital als PDF lesen.

Wenn ihr Hefte für euch vor Ort wollt, könnt ihr ab 5 Exemplaren bei Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. bestellen.
 
01. Juni 2017

SL beim Bundesparteitag in Hannover


Auch beim Bundesparteitag in Hannover wird die SL wieder aktiv mitmischen. Wir wollen euch vor dem Parteitag einen Überblick über unsere Änderungsanträge geben. Außerdem erfahrt ihr, wie ihr auf dem Parteitag über die SL mit Vortreffen, Infostand und SMS-Verteiler informiert werdet.


I. Wahlprogramm und Änderungsanträge

Das vorliegende Wahlprogramm ist aus unserer Sicht absolut zustimmungsfähig. Wir wollen euch auch nicht mit dutzenden Anträgen zu Kleinigkeiten nerven. Deshalb haben wir nur ein paar Änderungsanträge geschrieben um das Wahlprogramm sozial- und friedenspolitisch zuzuspitzen und den Kampf gegen TTIP, CETA und Co. mit ins Zentrum zu rücken. 
Alle Änderungsanträge von uns findet ihr hier.

II. SL auf dem Parteitag

Wie immer werden wir auch dieses mal einen Stand haben an dem ihr aktuelle Infos bekommt und auch unser neues Debattenheft zum Thema "Klasse neu denken" lesen könnt. Der Stand befindet sich in der Niedersachsenhalle.

Unser SL-Vortreffen mit Bernd Riexinger als Gast findet um 14:00 im Konferenzzentrum (Meeting Lounge) statt. Die Einladung findet ihr unten. 

Bereits um 13 Uhr findet in der Niedersachsenhalle A ein Vortreffen statt, zu dem VertreterInnen des linken Parteiflügels eingeladen haben, zu dem wir euch auch einladen. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Außerdem haben wir wieder einen SMS-Verteiler. Wenn ihr schon auf dem Magdeburger Parteitag auf unserem SMS-Verteiler wart, braucht ihr nichts zu tun, es ist der gleiche. Wenn ihr neu rauf wollt, schreibt einfach eine SMS an  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .


III. Einladung zum SL Vortreffen


Wir laden Euch herzlich zu unserem SL-Vortreffen beim Bundesparteitag der LINKEN ein.
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16. Mai 2017

Nach den Landtagswahlen 2017

Ein paar Sätze zu den 3 Wahlen der letzten Wochen und mögliche Schlussfolgerungen daraus von Janis Ehling


0. Erstmal herzlichen Dank an alle Wahlkämpfer und Wahlkämpferinnen. Das war richtig gut.


1. Deutschland erlebt gerade einen massiven Rechtsruck. Zwar hat sich der Aufwärtstrend der AfD abgeschwächt, trotzdem sitzt sie jetzt in 13 Landtagen. Gleichzeitig sind CDU/FDP und abgeschwächt auch die SPD/Grüne um einiges nach rechts gerutscht. CDU und FDP haben davon profitiert, SPD und Grüne nicht. Die CDU/FDP haben einfach nur einen Schritt zurück in die 90er gemacht. SPD und Grüne stecken in einer tiefen Krise, weil sie zerrissen sind zwischen einem liberalen wirtschaftsfreundlichem und einem sozialen bzw. ökologischen Teil (beides zusammen geht nicht).


2. Keine linke Wechselstimmung: In Krisenzeiten zeigt sich wo die Leute stehen und im Zweifel gehen sie zur CDU.

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24. Januar 2017

Video von Reichtum ohne Gier?


Am 14. Januar 2017 haben auf unserer Veranstaltung "Reichtum ohne Gier?" Sahra Wagenknecht und Hans-Jürgen Urban über Kritik am Kapitalismus und Perspektiven einer alternativen Wirtschaftsordnung im voll besetzten großen Saal des Berliner DGB-Hauses debattiert. Wenn ihr keinen Platz bekommen konntet oder nicht in Berlin sein konntet, könnt ihr das Gespräch hier auf Video ansehen. 


Wir Danken dem neuen deutschland für die Kooperation und die Videoaufnahme. 


Außerdem hat es ein Bericht von unserer Diskussion in die Welt geschafft. Wenn ihr wissen wollt, wie die Veranstaltung im Springer-Hochhaus gesehen wird, könnt ihr das hier nachlesen.

 


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